Junges Paar beim Frühstück, 1978

Echte Liebe braucht keinen Luxus. Manchmal tun es auch rezitierte Liebesworte hinauf zur Angebeteten auf einem Balkon in Verona oder in unserem Fall ein Gaskocher, Sliwowitz zum Frühstück und ein provisorischer Tisch in der jugoslawischen Natur. In unserer heutigen Geschichte zum Bild plaudert unser Timeline-Fotograf Raigro ein klein wenig aus dem Nähkästchen und erzählt von seiner Reise durch das ehemalige Jugoslawien und seiner schönen Reisebegleiterin, die viele Jahre später seine Ehefrau wurde. 

Junges Paar beim Frühstück auf einem Campingplatz in der Nähe von Dubrovnik in Kroatien.

Junges Paar beim Frühstück, 1978   © Raigro

„Im Spätsommer 1978 wollte ich für 2-3 Wochen mit meinem VW-Käfer und Zelt eine Reise ins damalige Jugoslawien machen, um Land und Leute zu fotografieren. Ein paar Tage vor meiner geplanten Abfahrt, fragte mich eine Freundin, ob sie mitfahren könnte. Wir kannten und mochten uns schon länger, aber eine richtige Beziehung hatten wir nicht. Ich zögerte etwas, weil ich eigentlich eine Fotoreise machen wollte. Aber schließlich nahm ich doch gerne das Angebot, mit einer bildhübschen jungen Frau zu verreisen, an. Die Freundin war einige Jahre jünger als ich und sie hatte eine sehr positive und jugendliche Ausstrahlung. Sie war lebenslustig und spontan, aber auch mal verträumt und nachdenklich. So kam es, dass ich auf der Reise zwar viel fotografierte, aber weniger Land und Leute, sondern überwiegend meine Freundin. Sie posierte für mich in einem Oldtimer, der bei Dubrovnik verlassen im Gebüsch stand, und tanzte für mich bei Sonnenuntergang am Strand von Ulcinj. Wir hatten eine wunderschöne Zeit. Wir waren zwar mit dem Zelt unterwegs, aber weitere Campingausrüstung wie einen Tisch oder Stühle hatten wir nicht. Also suchten wir uns zum Frühstück irgendwo ein Plätzchen, wo wir wenigstens sitzen konnten und eine Art Tisch hatten. Der große Karton mit den Essensvorräten, dem Gaskocher und etwas Geschirr war immer dabei. Und ganz wichtig war auch der Sliwowitz, der unser Frühstück abrundete – es war schließlich Urlaub. Über Zadar und Dubrovnik fuhren wir runter bis Ulcinj an der Grenze zu Albanien. Mit Fotografieren, Baden, Sonnen, Relaxen und etwas Besichtigungen verbrachten wir eine schöne Zeit. Einige Jahre nach der Reise verloren wir uns aus den Augen. Zwanzig Jahre später wohnten wir beide jedoch wieder im Raum München und fingen an, uns auch wieder häufiger zu treffen. Ein paar Jahre später heirateten wir.“

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Unterwegs in Berlin: Berlin in den 60er Jahren

Szene aus den ersten Tagen des Mauerbaus. Bezirk Kreuzberg / Mitte: Blickrichtung auf die Lindenstraße, Ecke Zimmerstraße.Menschen stehen auf und vor einem Podest in an der Mauer in Berlin, um einen Blick über den Grenzzaun werfen oder mit Betroffenen Sichtkontakt aufnehmen zu können.Bau der Berliner Mauer am Potsdamer Platz: NVA-Soldaten tragen einen Pfeiler.Ein Mann steht an der Ecke Potsdamer Strasse ud Potsdamer Platz nahe der Berliner Mauer.Blick von der westberliner Seite (ammerikanischer Sektor) Richtung Ost-Berlin. Zu sehen ist noch der frühe Mauerbau (erst später ersetzt durch gleiche Elemente).Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Links im Bild Häuser die zu Ost-Berlin gehörten.Bau der Berliner Mauer. Im Vordergrund die Ruinen ehemaliger Ost-Berliner Häuser.Ein Schild mit der Aufschrift "Sackgasse" und einem weiteren, von Aktivisten angebrachten Schild mit der Aufschrift "verursacht durch die Schandmauer" vor einer Straße, die plötzlich an der Berliner Mauer der DDR endet.Grenzübergang Invalidenstraße.Zwei Jungen klettern auf Straßenschilder, um die Kungebung und die Demonstration zum ersten Jahrestag des Mauerbaus vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin zu verfolgen.Ostberlin - die Rentnerin Frieda Schulze, klettert aus dem Fenster ihrer Wohnung in der Bernauer Strasse, um in den Westteil der Stadt zu fliehen. Feuerwehrleute aus West-Berlin halten das Sprungtuch auf.

- 25.09.1961

German Democratic Republic Bezirk Berlin (Ost-Berlin) East Berlin - The building of the wall. Frieda Schulze escaping out of the window of her flat in East-Berlin to West-Berlin. Bernauer Strasse

- 25.09.1961Frauen mit weißen Handschuhen und Handtasche und Männer im Anzug am Kurfürstendamm in Berlin überqueren einen Zebrastreifen und im Hintergrund ein Zeitungskiosk.Frauen mit Rock, Mantel, Sonnenbrille und Handtasche und ein Mann im Anzug an der U-Bahn Haltestelle Kurfürstendamm in Berlin.Frau in einem grünen Kleid vor einer Boutique am Kurfürstendamm in Berlin.Passanten und Menschen in einem Cafe am Kurfürstendamm in Berlin.Paar vor einem Foto-Geschäft in Berlin Tempelhofer Damm.Tauentzienstraße in Berlin. Bild zeigt Passanten vor Geschäften und Straße mit Autos.Badestelle an der Havel in Berlin. Bild zeigt ein Motorboot als Verkaufsstand und Jungen in Badehose.Kinder spielen in Trümmern in Berlin-Mariendorf.Ein Junge versucht die Tür eines Käfers zu öffenen in Ramsau.Parkende Autos in der Georgenstraße in Berlin-Mitte.Blick durch Stacheldraht auf das Brandenburger Tor in Berlin.

Das Berlin der 60er Jahre war vor allem geprägt durch den Mauerbau, der Berlin in Ost und West einteilte. Diese zwei Berlins konnten unterschiedlicher nicht sein: Auf der einen Seite bummelte man durch die Straßen und konnte sich dank der sozialen Marktwirtschaft in Geschäften kaufen, was man wollte, solange es das eigene Vermögen erlaubte. Auf der anderen Seite musste man vor den Läden Schlange stehen und wusste noch nicht, ob und was man am Ende bekam. Die Mauer, im Westen als „Schandmauer“ und im Osten „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet, hat ein Land, Familien, Freunde und Geliebte auseinandergerissen und beinahe einen Krieg ausgelöst – und nirgendwo sonst in Deutschland war der Kontrast zwischen Kapitalismus und Sozialismus so deutlich sichtbar wie im geteilten Berlin.

Bau der Berliner Mauer, 60er Jahre

Mauerbau, 1962

Berlin in den 60er Jahren

Teilung Deutschlands

Sommer in Berlin, 60er Jahre

Straßenszenen Berlin, 60er Jahre

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag schauen wir uns die Straßen Berlins mit ihren Eigenheiten und Schönheiten an.

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Abiturprüfung in Heidelberg, 1971

Ein Abiturient in seiner Deutschprüfung. Er zückt die Kamera und schießt ein Foto von seiner Klasse, den an der Tafel stehenden Aufgaben und dem Lehrer, der aufmerksam in die Runde schaut. Ein Spiel mit dem Feuer, das der Fotograf sogleich bereuen wird? Wie der Lehrer auf die Fotografiererei unseres Timeline-Fotografen Schneckes während seiner eigenen Abiturprüfung reagierte, erfahren Sie in unserer heutigen Geschichte zum Bild.

Der Lehrer ist erstaunt! Der erste Schüler gibt seine Arbeit ab.

Abiturprüfung in Heidelberg, 1971  © Schneckes

„Der erste Prüfungstag des Abiturienten-Jahrgangs 1971 im Helmholtz-Gymnasium Heidelberg. Traditionell wird mit den schriftlichen Prüfungen des Fachs Deutsch begonnen. Die 28 Abiturienten der Klasse 13b sitzen gespannt an den Einzeltischen und verfolgen, wie der Klassenlehrer die sechs Themen an die Tafel schreibt. Die Anspannung der Prüflinge ist groß. Welches Thema wähle ich? Was kann ich besser bearbeiten? Wozu kommen mir die besten Gedanken? Und mittendrin ich, mit meiner Kamera. Im Prüfungsfach Deutsch kann ich es wagen. Die Lehrer werden wohl nicht so streng sein. Spicken oder Abschreiben in Deutsch geht ja irgendwie nicht. Da ich ganz hinten sitze, gelingen mir einige gute Bilder mit Sicht auf die Tafel und die Themen. Später werde ich mutiger und mache einige Fotos von vorne. Schüler über die Hefte gebeugt, einige ziehen Grimassen, weil sie merken, dass ich fotografiere, einer beißt herzhaft in den mitgebrachten Hähnchenschlegel! Ja, so ein Deutsch-Abitur dauert ja schließlich vier Stunden. Und den Prüfungssaal darf man nur einzeln für die Toilettengänge verlassen. Eine Regel, dass fotografieren verboten war, gab es wohl nicht. Wahrscheinlich dachte keiner der Verantwortlichen, dass einer mit einem Fotoapparat zur Prüfung erscheint! Mit dem Deutschlehrer Herrn Rüdt verstand ich mich aber gut und er ließ mich gewähren (wahrscheinlich habe ich ihn vorher gefragt). Dann schnell noch ein Bild, als der erste Schüler abgibt. Der Lehrer denkt wohl – wie jedes Mal bei solchen Gelegenheiten – ‚wie kann man so schnell fertig sein und abgeben?‘ Auch ich habe keine Zeit mehr zum Fotografieren, ich muss mich ja beeilen um in der vorgegebenen Zeit fertig zu werden!“

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Unterwegs in Berlin: Berlin in der Nachkriegszeit

Die vier Nationalflaggen der Besatzungsmächte /  Deutschlands hängen über einem Trümmerhaufen.  Militärregierung der Besatzungsmächte, Nachkriegszeit, Deutschland 1945-1949, WestdeutschlandUndatierte Aufnahme einer im Nebel liegenden durch alliierte Bombardements zerstörten Häuserzeile vermutlich in Westberlin 1950. Das Foto wurde durch einen Drahtzaun gemacht. Im Vordergrund ist ein mit Regenwasser gefüllter Bombentrichterr zu sehen.Aufnahme einer einer Kreidemarkierung der Zonengrenze zwischen dem West-Sektor und der Ost-Zone 1950 in Berlin. Am Boden wird die Linie durch einen Strich im Sand weitergeführt. Das Foto wurde nach der Währungsreform 1948 in einem Ausflugslokals, das unmittelbar auf der Zonengrenze zwischen Ost- und Westberlin liegt, gemacht.Demonstrierende Arbeiter halten die Reste eines Sektorenschildes hoch ("Ende des demokratischen Sektors von Gross Berlin").Aufstand des 17. Juni in der DDR. Im Vordergrund Demonstranten mit Fahrrädern und im Hintergrund vorrückende sowjetische Panzer.Aufstand des 17. Juni in der DDR. Ein Demonstrant attackiert einen sowjetischen Panzer mit einem Knüppel.Aufstand des 17. Juni in der DDR. Bürger beobachten den Aufmarsch sowjetischer Panzer auf dem Potsdamer Platz in Berlin.Joachimstaler Straße Ecke Kantstraße in Berlin. Bild zeigt Passanten, Häuser (Tanz Cabaret, Ski Hütte) und Autos (Trabant).Verkehrspolizist in der Hardenbergstraße an der Bahnunterführung am Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin.Winterschlussverkauf in der Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg. Bild zeigt Menschenmenge vor den Geschäften und eine Frau die die Straße überquert.Zwei Frauen vor einem Schaukasten der Polizei in Berlin-Alexanderplatz: "Streiflichter aus unserer Arbeit".Joachimstalerstraße Ecke Budapester Straße in Berlin. Bild zeigt eine Straßenbahn und im Hintergrund die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche.Aufstellung von Schildern auf West-Berliner Gebiet. (Anspielung auf die Rückbenennung der Stalinallee in Frankfurter-Allee).KaDeWe (links) in der Tauentzienstraße in Berlin, im Hintergrund die Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche und im Vordergrund eine Straßenbahn, Autos und Passanten.Familie mit zwei Kindern geht über die Brücke nach West-Berlin.Ein Schild mit der Aufschrift "Sackgasse" und einem weiteren, von Aktivisten angebrachten Schild mit der Aufschrift "verursacht durch die Schandmauer" vor einer Straße, die plötzlich an der Berliner Mauer der DDR endet.Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Links im Bild Häuser die zu Ost-Berlin gehörten.Blick von der westberliner Seite (ammerikanischer Sektor) Richtung Ost-Berlin. Zu sehen ist noch der frühe Mauerbau (erst später ersetzt durch gleiche Elemente).Blick durch Stacheldraht auf das Brandenburger Tor in Berlin.Frau in einem grünen Kleid vor einer Boutique am Kurfürstendamm in Berlin.Passanten am Kurfürstendamm in Berlin überqueren die Straße.

Der Krieg war vorbei, die Umwandlung der Trümmerlandschaften in Lebensraum schritt voran und die Menschen in Berlin versuchten, sich wieder einen Alltag aufzubauen, der an etwas Ähnliches wie Normalität erinnerte. All dies geschah allerdings unter der Kontrolle der Alliierten, die unterschiedliche Vorstellungen von einem neuen Deutschland hatten. Was für Westberlin ein Segen war und den Aufbau und wirtschaftlichen Aufstieg immens förderte, waren die von den Siegermächten erlassenen Schulden. Die enormen Unterschiede zwischen der westeuropäischen Marktwirtschaft und der sowjetischen Planwirtschaft bekamen die Bürger im sowjetischen Sektor besonders dramatisch zu spüren.

Während in Westberlin die Menschen Demokratie, Entwicklung und Wiederaufbau erleben konnten, steuerte die Parteiführung im Osten ihre Bürger in eine neue, von der Sowjetunion geführte Diktatur. Meinungsäußerungen zu den entstandenen Missständen im Osten wurden, wie beispielsweise der Aufstand am 17. Juni 1953, brutal niedergeschlagen. Die psychologische und physische Teilung der beiden deutschen Gebiete und die Repressionen im Osten steigerten sich in den nächsten zehn Jahren ins Unermessliche — bis 1961 schließlich die SED-Führung radikal reagierte und dem gesellschaftlichen Ausbluten seines Landes ein Ende setzte.

Berlin in den 50er Jahren

Straßenszenen in Berlin

DDR-Aufstand am 17.6.1953

Die Deutsche Teilung

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag besichtigen wir mit Ihnen Berlin in den 60er Jahren, als nicht nur Zonengrenzen die Menschen voneinander trennten.

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Hängebrücke in Deir ez-Zor, 1988

Beinahe unzählbar waren sie, die historischen Kulturgüter, deren Errichtung bereits in der Antike begann. Erbaut vor mehr als zweitausend Jahren, wurden viele Stätten, Bauwerke und Kulturgüter Opfer eines sehr jungen Bürgerkriegs. In die Liste der zerstörten Bauwerke, die dem Bürgerkrieg in Syrien zum Opfer fielen, reiht sich auch die berühmte Hängebrücke über den Euphrat in Deir ez-Zor ein. Die Brücke war ein Überbleibsel französischer Kolonialherrschaft in Syrien und wurde bis 2013 als Fußgängerbrücke genutzt. In diesem Jahr sprengten die Truppen vom Assad-Regime die historische Brücke und das Wahrzeichen der Stadt Deir ez-Zor.

Unser Timeline-User Schneckes hatte 1988 das Glück, die besondere Stimmung am Abend am Ufer des Euphrat einzufangen. In unserer heutigen Geschichte zum Bild erzählt er uns von seiner friedlichen, feuchtfröhlichen Erfahrung im Schatten der Hängebrücke von Deir ez-Zor.

Eine über den Euphrat führende Hängebrücke aus der französischen Kolonialzeit in der syrischen Stadt Deir ez-Zor.

Abendstimmung am Euphrat, 1988 © Schneckes

„Wir kamen am späten Nachmittag über die Hängebrücke zurück in die Stadt. Sie verbindet Deir ez-Zor mit einem Vergnügungspark, der – wie die Brücke – noch in der französischen Kolonialzeit angelegt wurde, was augenscheinlich war: Im Zentrum stand eine Kopie des Eiffelturms! Wir gingen in ein Restaurant am Euphrat-Ufer, wo wir am Abend gut gegessen und ein Bier genossen haben. Die Enttäuschung war groß, als der Kellner uns bedeutete, dass es nur süße Limonade und kein Bier gab. Hatten wir am Abend alles weggetrunken? Also löschten wir unseren Durst mit einer Limo. Plötzlich sprang ich auf. ‚Der dahinten trinkt ein Bier!‘ Ich bestellte die Bedienung und beklagte mich heftig. Mit einer stoischen Ruhe deutete sie nach oben und sagte ernsthaft: ‚Jetzt ist es dunkel und Allah sieht es nicht mehr!‘

In den Fotoalben Syrien in Farbe, 80er Jahre und Syrien Schwarzweiß, 80er Jahre finden Sie weitere Bilder von Schneckes‘ Reise nach Syrien 1988. Bei Timeline Images auf Pinterest haben wir passend zum Thema eine Pinnwand mit Brücken erstellt.

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Unterwegs in Berlin: Zerstörtes Berlin

Undatierte Aufnahme von Fußgängern vor Häusergerippen in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Die durch Bomben zestörten Wohnhäuser sind teilweise eingestürzt. Neben dem Gehsteig befinden sich Trümmerhaufen.Undatierte Aufnahme eines Trümmerhaufens in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Rechts und im Hintergrund sind Häusergerippe zu sehen. Links ist eine Straße zu sehen. Am hinteren Ende des eingestürzten Wohnblocks steht ein Lastwagen. Hier wird mit der Entrümmerung begonnen.Undatierte Aufnahme einer fast vollständig enttrümmerten Brachfläche in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Auf der Fläche wurden abgeklopfte Ziegel für den Bau von neuen Häusern aufgestapelt. In der Mitte steht ein teilweise zerstörter Teil eines Wohnhauses. Im Vordergrund ist eien Straße mit vorbeifahrenden Autos zu sehen. Im Hintergrund: zerstörte Wohnblöcke.Undatierte Aufnahme eines Baggers beim Abtragen eines Schutthaufens und beladens von Loren mit Trümmerteilen vor einem teilweise durch Bomben zerstörtem Wohnblock in der Nähe des Kurfürstendamms im Stadtteil Charlottenburg in Westberlin, Britische Besatzungzone. Die dieselbetriebene Baumaschine nimmt die Trümmer mit einem Schürfkübel auf. Eine Schmalspurdiesellok zieht die Loren. Im Hintergrund ist der Turm (Hohler Zahn) der der Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu sehen.Undatierte Aufnahme eines teilweise zerstörten fast menschenleeren Straßenzugs in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950. Links und rechts der Straße sind teilweise zerstörte Häuser sowie Häusergerippe zu sehen. Rechts der Straße wurde mit der Enttrümmerung begonnen. Zu sehen sind Ziegelstapel für den Wiederaufbau. Im Hintergrund: unzerstörte Häuser. Am Horizont im Nebel liegt der zerstörte Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.Undatierte Aufnahme eines Straßenzugs in Berlin, vermutlich Westberlin, 1950 mit enttrümmerten Brachflächen. Links der Straße sind Ziegel zum Bau von neuen Häusern aufgestapelt. Im Vordergrund sind Straßenschilder, Laternen und eine mit Plakaten bekelebte Litfaßsäule zu sehen. Am Horizont sind teilweise zerstörte Wohnblöcke zu sehen.Berlin-Mitte: Ruine der Klosterkirche (undatierte Aufnahme).Undatierte Aufnahme einer Gruppe von Kindern die zwischen Stapeln aus den Trümmern geborgener Ziegel einem Puppenspiel zuschauen. Als Verkleidung des Puppentheaters dienen Ziegel. Rechts neben der Bühne steht der Puppenspieler. Im Hintergrund sind weitere Ziegelstapel, eine vorbeifahrende Straßenbahn (Tram) sowie teilweise durch Bomben zerstörte Häuser zu sehen.Filmaufnahmen der CCC-Film in der Graf-Spee-Straße (Hiroshimastraße) in Berlin. Bild zeigt Männer, Trümmer, Ruinen und Scheinwerfer.Berlin: Bauarbeiten am Potsdamer Platz und im Hintergrund Ruinen.Hardenbergstraße und Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche in Berlin. Im Vordergrund Autos und eine Ruine mit Baugerüst.Berlin Gendarmenmarkt, Platz der Akademie: Links das Schauspielhaus (Konzerthaus) und rechts der Französiche Dom (Französische Friedrichstadtkirche).Die Straßenbahn 74 fuhr von Weißensee bis Leipziger Platz - Ostsektor - Umsteigen in die 74 - Westsektor - vom Potsdamer Platz bis Lichterfelde, Händelplatz.Trümmerfrauen bei der Arbeit am Gendarmenmarkt. Im DDR-Jargon als "freiwillige Aufbauarbeiten" bezeichnet.

Von Fliegerbomben ausgehöhlte Häuser, brachliegende Flächen und gigantische Trümmerhaufen – das Berlin nach dem Bombardement war übersät von Tod, Zerstörung und Leere. Und dennoch: Der Alltag musste weitergehen, Kindheiten gelebt und neue Lebensräume geschaffen werden.

Dem zerstörten Wohnraum und der nicht mehr vorhandenen Infrastruktur konnte man nur mit Zusammenhalt entgegenkommen. Die Existenz von Trümmerfrauen ist ein mittlerweile erwiesener Mythos, der sich bis heute standhaft in den Köpfen hält. Die Menschen mussten gemeinsam anpacken, um ihre Stadt wieder aufzubauen, Leben in die ausgestorbenen Straßen zu bringen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. 

Zerstörtes Berlin

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte. In unserem nächsten Beitrag stellen wir Ihnen das Berlin der Nachkriegszeit vor, als die schlimmsten Zerstörungen beseitigt, sich jedoch die nächsten Umbrüche bereits anbahnten.

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Jugendliche in Kopenhagen, 1965

Weder progressiv aggressiv, noch systemzersetzend oder machtbesessen – die „Gammler“ waren in den 1960er Jahren eigentlich eine friedliche Protestgemeinschaft in europäischen Großstädten, die ihre Ablehnung gegen die Leistungsgesellschaft, Bürgerlichkeit und Statussymbole für niemanden als sich selbst inszenierten. Wahrscheinlich war es der betont nach außen zur Schau gestellte alternative Lebensstil, der den Generationenkonflikt verdeutlichte und den noch vom Nationalsozialismus geprägten älteren Bürgern sauer aufstoßen ließ. In unserer heutigen Geschichte zum Bild macht uns Timeline-User Hubertus Hierl mit zwei dänischen „Gammlerinnen“ bekannt, die mit ihren langen Haaren stereotypisch für die Generation standen.

Jugendliche mit Parka in Kopenhagen.

Jugendliche in Kopenhagen, 1965   © Hubertus Hierl

„Universitätsviertel Kopenhagen im August 1965: An diesem Tag entsteht eine ganze Serie von Bildern, die etwas von dem Lebensgefühl der ‚Gammler‘, jungen, langhaarigen und gleichgültig wirkenden Menschen, wiedergeben: Die Bewegung des ‚Gammelns‘ – das heißt des ‚langsam tätig seins‘ entsteht Mitte der Sechziger als Protest gegen das bürgerliche Leben, ein Protest gegen die Elterngeneration. Es geht das geflügelte Wort um: ‚Arbeiten? Seh’n wir so aus?‘ Weitere Auffälligkeiten: Sie haben sich dem aktiven Nichtstun verschrieben. Es gilt: Take it easy. Haben diese jungen Leute irgendwelche Vorbilder? Ja: Diogenes. In allen größeren Städten haben sie ihre Treffs: In Paris die Rue de la Huchette am linken Seineufer, in München der Feilitzschplatz in Schwabing und in Amsterdam treffe ich sie beim National Monument am Dam. Die Gammlerbewegung schwappt auch nach Deutschland über, sehr zum Leidwesen des damaligen Bundeskanzlers Ludwig Erhard: ‚Solange ich regiere, werde ich alles tun, um dieses Unwesen zu zerstören.‘

Alle Bilder aus der Reihe finden Sie in unserem Fotoalbum Jugendliche in der 1960ern. Und auf Pinterest haben wir passend zum Thema die Pinnwand Jugendliche, 60er Jahre zusammengestellt.

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Angebundene Mulis am Plateau Point im Grand Canyon, Arizona, USA. Vom Plateau Point im Canyon kann man weiter unten den Colorado River sehen.Blick vom Empire State Building auf Downtown Manhattan. Das World Trade Center wird gerade erst gebautEin Reiter auf einem Mustang beim Rodeo in Grants in New Mexico.Zuschauer auf der Tribüne beim Drag Race (Beschleunigungsrennen) in Tucson, Arizona, USAThe Mittens im Monument Valley im Navajo Reservat in Arizona, USA.Anasazi Pueblos in Mesa Verde, Colorado, USA.Calf Roping beim Rodeo in Grants, New Mexico, USA.Saguaro Kakteen in der Wüste bei Sonnenuntergang, Tucson, Arizona.

Der Satz, der die USA wohl am besten beschreibt? Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Metropolen, in denen man als Bewohner sein ganzes Leben lang jeden Tag etwas Neues entdecken könnte. Unendliche Weiten in den großen Nationalparks, die einen vergessen lassen, in welchem Jahr oder gar Jahrhundert man sich befindet. Abenteuer, Freiheit, Grenzenlosigkeit, unberührte Natur, Einsamkeit, Menschenmassen. Die USA vereint all dies und noch mehr. Sie polarisiert und brachte Persönlichkeiten hervor, die das Land und die Welt veränderten – zum Guten und zum Schlechten.

Für viele europäische Touristen ist es ein großer Traum, den Atlantik zu überqueren und das Land und seine Besonderheiten hautnah zu erleben. Unser Timeline-User Raigro hat sich in den frühen 1970er Jahren diesen Traum erfüllt und von seiner Reise atemberaubende Bilder mitgebracht. Als eine der größten, fortschrittlichsten Nationen leiden die USA im Jahr 2020 jedoch am schlimmsten unter dem Coronavirus. Aus diesem Grund ist es ungewiss, wann Touristen das nächste Mal in das Land der endlosen Weiten und Wolkenkratzer einreisen können.

Bis dahin können Sie bei uns ein wenig stöbern! Entdecken Sie alle anderen Bilder von Raigros Roadtrip in den 1970ern durch die Staaten auf unserer Website.

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Unser Timeline-User Suedberlin erlaubt uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild einen Blick in die Vergangenheit. Der langjährige Karstadt-Architekt Philipp Schaefer erbaute ab 1927 das größte Warenkaufhaus der Weimarer Republik. Mit dem Stilmix aus Expressionismus, Art Déco und Neugothik stand das Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz in Berlin seinen amerikanischen Vorbildern in nichts nach. Dass Berlin sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur fortschrittlichen Weltstadt entwickelte, zeigt sich bei diesem Gebäude unter anderem durch den eigenen U-Bahnhof und die ausgesprochen moderne technische Ausstattung. Da die SS das Kaufhaus am Ende des Zweiten Weltkrieges nicht der Roten Armee überlassen wollte, wurde es gesprengt. Eine geplante Rekonstruktion des ursprünglichen Gebäudes wurde bisher vom Kreuzberger Stadtentwicklungsamt abgelehnt.

Futuristisches Gebäude am Platz mit Trams und U-Bahnstation. Foto Erich Fritze Halle(Saale) 1905-76

Karstadt Kaufhaus Berlin-Kreuzberg 1934   © Suedberlin

„Das Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz in Berlin-Kreuzberg wurde 1929 eröffnet. Im Art-Déco-Stil von Philipp Schäfer entworfen, war es 7-stöckig und hatte als erstes Kaufhaus in Deutschland einen unterirdischen U-Bahn-Zugang. Erich Fritze fotografierte 1934 diese Ansicht von Süden. Im April 1945 wurde das Gebäude beim Kampf um Berlin von der Waffen-SS zerstört. In den 1950er Jahren ist es als „Bausünde“ wieder aufgebaut worden und soll nun die ursprüngliche Fassade zurück erhalten.“

Alle Bilder von Suedberlin finden Sie in unserer Datenbank. 

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