Unterwegs in Berlin: Die Goldenen Zwanziger

Gäste an der Theke einer Bar stoßen mit Sekt an. Tänzer beim Cancan auf der großen Bühne des Wintergartens in Berlin. Feiernde Menschen auf einem Polizistenball in Berlin. Ein Mannequin präsentiert ein Abendkleid mit Hermelinmantel auf einer Modenschau im Edenhotel in Berlin. Blick auf den Potsdamer Platz in Berlin aus einem Straßencafe. Deutsches Reich Freistaat Preussen (1918-1945) Berlin Berlin: Berlin Ansichten Spezielle Roller als 'neues Fortbewegungsmittel' - 1923 - Erschienen in: 'Vossische Zeitung' 30/1923 Originalaufnahme im Archiv von ullstein bild Speisewagen der Deutschen Reichsbahn mit Speisenden, aufgenommen im Anhalter Bahnhof Berlin. Ausflug des Berliner Damen Automobil Clubs. Ein Mann wird am Ufer der Spree auf der Seite der Stralauerallee (früher: Klein Stralauer-Straße) in Berlin von weiteren Badenden wegen einer kleinen Verletzung am Fuß versorgt. Die Spree galt damals, laut Bildtext, als "Wannsee des Großstädters". Deutsches Reich Freistaat Preussen (1918-1945) Berlin Berlin: Badebilder, Wannsee Berlin Fotograf bei der Arbeit: Beim Fotografieren badender Mädchen - 1928 - Erschienen in: 'Berliner Illustrirte Zeitung' 28/7 Originalaufnahme im Archiv von ullstein bild Zwei junge Berliner Damen verbringen einen Sommertag am Berliner Wannseee. Polizisten führen einen Mann Devisenhändler ab, der zuvor von der Menge übel zugerichtet wurde. Die Devisenschieber machen mit ausländischem Geld für ein Butterbrot riesige Vermögen. Dies zieht den Hass der verarmten Bevölkerung auf sich. Kinobesucher bringen als Eintrittspreis zwei Stück Presskohle mit. In der Nachmittagsvorstellung läuft der Film 'Judas'. Ein Arbeitsloser nächtigt auf einer Parkbank. In den Jahren der großen Depression ist dies ein häufiges Bild. Angesichts sechs Millionen Arbeitslosen reicht die staatliche Fürsorgeunterstützung längst nicht mehr aus. Arbeitslose Frauen warten in einem Wartesaal der Arbeitsvermittlung eines Arbeitsamtes. Speisung von Bedürftigen in einer Suppenküche des Berliner Wohlfahrtamtes während der Inflation. Speiselokal Aschinger, Berlin - Historisch: Gaststätten, Deutschland Berühmt wurde die Gaststätte Aschinger in Berlin und weit darüber hinaus dadurch, dass auf jedem Tisch ein Brotorb stand an dem sich jeder Gast kostenlos bedienen durfte. Das Aschinger wurde 1892 in Berlin gegründet und wurde besonders durch seine großen Stehbierhallen bekannt. Die erste Filiale namens ?Bierquelle? eröffnete am 1. September 1892 in der Neuen Roßstraße 4; Weitere Lokale folgten an stark frequentierten Plätzen wie in der Leipziger, Potsdamer und Friedrichstraße , am Rosenthaler Platz, Alexanderplatz, Hackeschen Markt und Werderschen Markt. Ein arbeitsloser Matrose macht auf seiner Tour durch Europa mit seinem Modell des Passagierschiffs "Imperator". Halt in Berlin-Mitte. Mit dem Schiff wirbt er um eine kleine Unterstützung. Mit solchen Modellen versuchten die Menschen die Spendenfreudigkeit der Menschen zu erhöhen und sich ihren Lebensunterhalt zuverdienen.

Die Goldenen Zwanziger – eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, Freiheit verbunden mit einem neuen, positiven Lebensgefühl, schlichtweg eine Zeit der Verheißung nach den Grauen des 1. Weltkriegs. Tagsüber vergnügte man sich ausgelassen an den Stränden von Spree und Berliner Seen, danach frönte man abendlichen Vergnügungen wie Cancan-Shows oder Champagner-Partys in Bars.

Das Album, was wir Ihnen diese Woche vorstellen, fängt einen Querschnitt des Lebens im Berlin der 20er Jahre ein. Es zeigt aber gleichzeitig, dass in diesem Jahrzehnt nicht alles wunderschön und frei war, sondern dass vor allem zum Ende der 20er Jahre Armut mit Reichtum, Glück mit Unglück einherging.

Berlin der 20er Jahre

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte.
Der nächste Beitrag ist für die Cineasten unter uns. Gehen Sie mit uns auf Entdeckungstour durch Berliner Kinogeschichte!

 

Mata Hari in Wien, 1906

Tänzerin, Prostituierte, Agentin. Zahlreiche Geschichten und Mythen ranken sich um Mata Hari. Als Margaretha Geertruida Zelle in den Niederlanden geboren, war sie aber alles andere als die Tochter eines indischen Priesters – wie sie erzählte -, sondern wohl eher Meisterin der Täuschung und Verführung. In ihrem relativ kurzen Leben werden ihr eine beachtliche Menge Liebhaber nachgesagt, die sich bis in die höchsten Kreise zogen. Während des Ersten Weltkrieges als Nackttänzerin und Künstlerin berühmt, wurde sie im Alter von 41 Jahren 1917 vom französischen Militärgericht wegen Spionage für die Deutschen zum Tode verurteilt.

Mata Hari (1876-1917) kam 1906 nach Wien als exotische, indische Tänzerin und wurde vom Hoffotografen Carl Pietzner (1853-1927) in ihrem Tanzkostüm abgelichtet. Mata Hari bedeutet auf javanisch : Sonne.

Mata Hari   © Klopstock13

„Mata Hari, die als indische Tänzerin Lady Mac Leod zuerst in Paris lebte, verließ die Stadt um unter anderem im Dezember 1906 im Wiener Apollo-Theater aufzutreten.

Die Zuschauer waren begeistert, auch wegen ihrer knappen Bekleidung, die Erotik pur im Saal verströmte. Auf dem Oberkörper trug sie einen Brustschmuck und einen Goldgürtel. Der Rest des Körpers war nackt. Eine Sensation damals. Das deutsche Volksblatt in Wien reimte: „Und die Mata Hari kam dreimal hervor, bis sie immer mehr Gewänder verlor. Und endlich im letzten, dünnen Schleier sich niederlegte zum Schluss der Feier. Worauf sie mit freundlich winkender Hand aus dem Kreise des Publikums verschwand. Es hofften zwar alle, es sei noch nicht aus, doch da kam ein bekleideter Herr heraus. Und sagte: „Sie können nach Hause gehen, die Mata Hari lässt heut nichts mehr sehen!““

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Unterwegs in Berlin

Eine Mutter und ihr Kind posieren neben einem Leierkastenmann und einem Kriegsinvaliden während einer Städtereise in Westberlin für ein Foto. Berlin Kurfürstendamm: Bild zeigt ein Paar und Autos am Straßenrand. Menschen vor dem Cafe Möhring am Kurfürstendamm in Berlin und im Hintergrund ein Mann mit einem Spiegel mit Hakenkreuz. Blick auf das Hotel am Zoo am Kurfürstendamm nahe der Joachimstaler Straße am Abend mit Neonreklamen und davor parkende Autos auf dem Mittelstreifen und am Straßenrand in Berlin. Berlin, U-Bahneingang am Gendarmenmarkt und Deutscher Dom. Straßenbahn (Spandau), Fahrgäste und Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche am Bahhof Zooloigischer Garten in Berlin. Am Zentralen Busbahnhof Berlin Charlottenburg, Stuttgarter Platz. Frauen mit Kinderwagen vor einem Schuhladen (Schuheisen) am Tempelhofer Damm in Berlin. West-Zeitungskiosk am Potsdamer Platz in Berlin und im Hintergrund Ruinen vom Haus Vaterland und Potsdamer Bahnhof. Besucher vor dem alten Varitee Wintergarten vor der Abendvorstellung. Werbeplakat des Berliner City-Kinos am Checkpoint Charlie. Unten links das Filmplakat zum Film "Die blaue Hand". Menschen trinken bei einem festlichen Anlass in Berlin. Frau im Cafe Kranzler in Berlin mit Hut und Zeitschrift. Kinder in Badekleidung spielen an einem Sandhaufen vor der mit Graffiti bemalten Berliner Mauer. Grenzbeamte der Deutschen Demokratischen Republik auf der mit Graffiti bemalten Mauer vor dem Brandenburger Tor. Die Glienicker Brücke zwischen Berlin und Potsdam, die damals die amerikanische und die sowjetische Besatzungszone trennte. Männer feiern den Fall der Mauer am Übergang Invalidenstraße. Kundgebung am abgesperrten Reichstag am 1. Mai 1969 in Berlin. Willy Brandt bei einer Rede auf dem Landesparteitag der Berliner SPD, 1968. Eine Demonstration für die Deomkratisierung Griechenlands am 1.Maifeiertag in Berlin.

Die Assoziationen mit unserer Hauptstadt sind zahlreich. Geschichtsträchtige Plätze und Straßen, berühmte Persönlichkeiten. Berlin hat schier unzählige Gesichter und Facetten. Damals wie heute zog diese Stadt die Menschen an und fasziniert.

In unserer neuen Fotoalben-Serie „Unterwegs in Berlin“ nehmen wir Sie mit auf eine turbulente Reise durch Nachkriegszeit und Große Depression, Machtergreifung und Nationalsozialismus, Teilung und Wiedervereinigung.

In unserer ersten Bilderstrecke zeigen wir Ihnen einen Querschnitt aus sechs Jahrzehnten Berliner Stadtgeschichte. Stöbern Sie in unseren Fotoalben und sehen Sie, wie die Bewohner Berlins ihren Alltag in Cafés am Ku’damm genießen und sich nach der Wiedervereinigung 1989 feuchtfröhlich begrüßen, wie Soldaten auf der Mauer patroullieren oder sich Besuchermassen durch den Reichstag schieben.

Berlin der 20er Jahre

Berlin der 30er Jahre

Berlin der 50er Jahre

Berlin der 60er Jahre

Berlin der 70er Jahre

Berlin der 80er Jahre

In Berlin kannte die Freiheit ihre Grenzen, heute ist das ganz anders. In unserer neuen Serie „Unterwegs in Berlin“ machen wir sie bekannt mit fast einem Jahrhundert Berliner Stadtgeschichte.
Den Anschluss bilden im nächsten Beitrag die Golden Zwanziger, die von Unterhaltung, Freiheit und neuem Lebensgefühl nach dem Großen Krieg nur so strotzen.

 

Geschichte der Technik: Eisenbahn

Straßenbahn aus Holz (Strecke Soller-Palma) in Soller auf Mallorca (undatierte Aufnahme). Ein S-Bahnzug der Linie S2 bei der Abfahrt im Bahnhof Mariendorf in Berlin. TEE aus der Schweiz bei der Durchfahrt in Gerling bei Saalfelden mit dem Steiner Meer im Hintergrund. Triewagen der ÖBB bei Seefeld. Ein gelber Zug der Wendelsteinbahn vor der Einfahrt in einen Tunnel in den Bergen. Eine Diesellok V80 in Nürnberg, die in den 50er Jahren für Nebenbahnen entwickelt wurde, anlässlich des 150. Jubiläums der Deutschen Eisenbahn. Zug vor dem Karwendel bei Klais in der Nähe von Mittenwald Eine Dampflokomotive verlässt den Bahnhof von Tegernsee während der Dampftage in Tegernsee. Eine Elektrolok der Baureihe E77 10 der DR auf Abstellgleisen eines Erfurter Bahnhofes im Rahmen der Eisenbahnfahrzeugschau. Passagiere betreten einen Zug im Bahnhof von Ayarin. Die erste Lokomotive der ältesten Eisenbahn Südamerikas in Copiapo. Die "Pufferküsser" sind froh, dass in der DDR noch viele viele Jahre Dampflokomotiven einen großen Teil des Bahnverkehrs abwickelten. Das Bild zeigt die Einfahrt eines S-Bahnzuges in den Lehrter Stadtbahnhof. - dem westberliner Grenzbahnhof - Im Hintergrund ist die Charite´zu sehen. Der Zug kam von Friedrichstraße, dem östlichen Grenzbahnhof mit Übergang nach Ostberlin. Den Bahnhof gibt es in der form nicht mehr. Er wurde - frisch renoviert - nach der Wende für den Bau des neuen Hauptbahnhofs abgerissen. Frauen in traditionellen Kleidern vor einer Tanzanischen Schmalspureisenbahn in Mombo. Das Bild zeigt einen Viertelzug bestehend aus Trieb und Beiwagen vom Typ 275 (Stadtbahn) auf dem Weg von Düppel (später Zehlendorf Süd) nach Zehlendorf. Die Strecke ist ein winziger Rest der Stammbahn, wie die ursprüngliche erste Eisenbahn in Preussen von Berlin nach Potsdam benannt wird. Ein anderes Teilstück wird noch von der Wanseebahn befahren. 1980 wurde der planmäßige Betrieb auf der Strecke Zehlendorf Düppel bis heute (2015) eingestellt. Der abgebildete Viertelzug ist ein sogenanntes Passviertel gewesen, also ein Viertelzug, welches zwar schon die Steuerleitungen für den Einmannbetrieb (EMB) eingebaut bekam, aber der Führerstand noch nicht dafür eingerichtet wurde. Passviertel deshalb, weil er in Zugverbände mit Einmannbetriebsfahrzeugen eingefügt (eingepasst) werden konnte. Eine Eisenbahn der Deutschen Bahn steht am Hauptbahnhof in München. Bahnreisende warten auf die einfahrende Lok. Ein Zug in einem Pariser Bahnhof. Kleinunternehmer mit Maultierkarren warten auf Kundschaft an einem Bahnhof mit altem Personenwagen und einem Triebwagen.

Von der Dampflok bis zum ökostrombetriebenen Schnellzug: Die Geschichte der modernen (Verkehrs-)Technik ist wohl kaum so deutlich sichtbar wie bei der Entwicklung der Eisenbahn. Seit der Erfindung der Dampflok Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts ist eine Welt ohne Schienenverkehr kaum mehr vorstellbar, und gerade in Zeiten des Klimawandels wird es immer wichtiger, die Weiterentwicklung von emissionsarmen Verkehrsmitteln, wozu S- und U-Bahn, Züge und Straßenbahnen wahrlich gehören, voranzutreiben. In unserem letzten Beitrag der Serie „Geschichte der Technik“ stellen wir Ihnen also unsere schönsten historischen Aufnahmen von schienenbasierten Fortbewegungsmitteln vor.

Weitere Aufnahmen von lauten Loks und eiligen Eisenbahnen finden Sie in unserer Datenbank. Auf unserer Pinnwand Eisenbahn Historisch auf Pinterest haben wir außerdem die schönsten Aufnahmen für Sie zusammengestellt.

Dies war der letzte Beitrag in unserer Themenreihe zu der Geschichte verschiedenster Technologien. Seien Sie gespannt, mit welchen Motiven wir Sie demnächst überraschen!

NSU Prinz in der Wüste, 1969

Wer schon immer mal mit dem Auto nach Marokko fahren wollte, kann sich von Timeline-Fotograf Raigro inspirieren lassen – machte er sich doch mit zwei Kumpels vor über 50 Jahren mit einem NSU Prinz auf dem Landweg in das westafrikanische Land. In unserer aktuellen Geschichte zum Bild erzählt er, wie er und seine zwei Freunde in ihren ersten Semesterferien die Fahrt in ein unbekanntes Abenteuer überstanden und was sie auf ihrer Reise alles gesehen haben.

Ein NSU Prinz auf einer sandigen Straße in der Wüste südlich von Guelmim in Marokko.

NSU Prinz in der Wüste, 1969   © Raigro

„In unseren ersten großen Semesterferien im Sommer 1969 wollten meine Freunde Fritz, Michael und ich mit meinem weißen Fiat 500 durch die Sahara. Ein wagemutiges Vorhaben, das von Freunden nur mit  ‚Ihr kommt doch höchstens bis Salzburg‘ kommentiert wurde. Einige Wochen vor den Ferien zeigte mein Fiat aber Schwächen – es wäre zu dritt auch ziemlich eng geworden. Zum Glück fanden wir kurze Zeit später einen gebrauchten NSU Prinz, der sowohl vom Preis als auch von der Größe für eine Tour zu dritt geeignet erschien.

Aber nicht nur der Wagen wurde ersetzt, sondern auch die Reisepläne. Wir wollten jetzt ’nur‘ noch bis Marokko. Am 22. August 1969 fuhren wir um 5 Uhr früh los. Entgegen der spöttischen Bemerkungen der Daheimgebliebenen waren wir am Nachmittag schon in Genf, und abends wurde erstmals das Zelt auf dem Campingplatz in Annecy aufgebaut. Monaco, Nizza, Cannes, St. Tropez waren die nächsten Stationen, dann weiter über Marseille und die kleine Hafenstadt Sete nach Barcelona, wo wir ein paar Tage blieben – wir waren noch nie vorher in Spanien gewesen.

Dann fuhren wir weiter über Valencia, Alicante, Granada, Malaga, Fuengirola und Marbella nach Algeciras, wo uns die Fähre am nächsten Tag nach Marokko bringen sollte. Von Tanger ging es dann nach Rabat, Casablanca und Agadir.

Nach einem erholsamen Badetag wollten wir endlich Sanddünen und Oasen sehen. Wir verließen also die Küste und fuhren über Tiznit in den kleinen Ort Goulimine (heute Guelmim) am Nordrand der Sahara. Das war das Nordafrika, das wir uns vorgestellt hatten: verschleierte Frauen, Männer mit Turban und buntes Treiben auf den sandigen Straßen mit zahlreichen Händlern.

Nach Goulimine hatte noch eine Teerstraße geführt, aber weiter nach Süden führten nur noch sandige Pisten. Wir wollten nicht zu viel riskieren und hatten uns eine kleine Oase etwa 15 km südlich von Goulimine als Ziel auserkoren, aber wenn es zu sandig werden würde, dann würden wir umkehren. Aber trotz vereinzelter Sandverwehungen war die Piste doch gut zu befahren. In der kleinen Oase wurden wir von ein paar Kindern neugierig empfangen. Allzu oft werden hier Touristen nicht hinkommen.

Nach unserem Sahara-Erlebnis ging es langsam wieder gen Norden, über Taroudannt und das Atlas-Gebirge nach Marrakesch und weiter nach Fes, von dort nach Tanger und über Spanien zurück nach München, wofür wir noch einmal circa eine Woche brauchten. Diese Reise war bei uns drei Freunden der Auslöser für viele weitere Reisen, die wir bis heute zusammen unternehmen.“

Alle Bilder von Raigros Roadtrip nach Marokko 1969 finden Sie in unserer Datenbank. Auf Pinterest haben wir außerdem die schönsten Bilder zum Thema Marokko in den 60er Jahren für Sie zusammengestellt.

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Geschichte der Technik: Telekommunikation

Eine Frau telefoniert in einer Telefonkabine an der Fifth Avenue. Im Hintergrund das Bürogebäude 666 Fifth Avenue. Sie trägt ein modisches Kleid. Eine junge Frau im gestreiften Kleid ist durch die Ornamentglasscheiben einer Telefonzelle auf der Suarez-Hauptstraße in Berlin zu sehen. Menschen telefonieren in gelben Telefonzellen am Maximiliansplatz in München. Eine ältere Dame telefoniert in einer Telefonzelle in Amsterdam und junge Frauen vor der Telefonzelle unterhalten sich. Ein Chauffeur telefoniert an einer neu errrichteten Anrufsäule für Autofahrer in Potsdam. Links ein Wagen der Marke Mercedes. Ein Chauffeur telefoniert an einer neu errrichteten Anrufsäule für Autofahrer in Potsdam. Links ein Wagen der Marke Mercedes. Ein Forscher ist in Berlin-Dahlem einen Mast zu einer wissenschaftlichen Apparatur hochgeklettert. Platz in Berlin Charlottenburg. Bild zeigt einen Briefkasten, einen Mann in einer Telefonzelle, eine KaDeWe Werbung und das Cafe Büttner (Kaffee, Tee, Weine). Kurfürstendamm in Berlin-Halensee. Bild zeigt einen Mann mit Hut in einer Telefonzelle. Wittenbergplatz in Berlin. Bild zeigt Tauben, einen Mann mit Zigarette, ein Frau mit Kleid, Tasche und Hand vor dem Gesicht, eine Telefonzelle, Briefkasten und im Hintergrund Autos und ein Hochhaus. Im Rahmen der 37. Jahrestagung des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) 1935 in Hamburg zeigte die Reichspost zum ersten Mal sog. 'Gegenfernsehsprechen'. In der Fernsehsprechzelle sitzt eine junge Hamburger Schauspielerin, deren Bild ebenso dem Gesprächspartner übertragen wird wie der Ton. Eine Fraue telefoniert und winkt dem Fotografen. Das Foto zeigt einen Fernmeldetechniker bei Tremdenverschlüssen für Fernkabel am Hauptverteiler. Telefonistinnen arbeiten an einem langen Tisch in einem Fernsprechamt in Berlin, einem sogenannten Tischamt.

Vor gar nicht allzu langer Zeit blieb einem nichts anderes übrig, als eine Telefonzelle zu benutzen, wenn man unterwegs jemanden erreichen wollte. Am besten blätterte man noch in den vergilbten Telefonbüchern nach der Telefonnummer des gewünschten Teilnehmers. Doch im Vergleich zu den Fernsprechern Anfang des 20. Jahrhunderts waren die kleinen Zellen, ohne die übrigens viele legendäre Momente der Filmgeschichte kaum denkbar sind, hochmodern – man konnte ungestört und für relativ wenig Geld mit einer Person reden, die sich an einem komplett anderen Ort befand. In Zeiten von WhatsApp und Videotelefonie über das Internet natürlich lächerlich – trotzdem zeigt einem der Blick in die Vergangenheit manchmal, wie einfach und bequem wir heutzutage kommunzieren können.

Weitere Aufnahmen von historischen Fernsprechern und anderen Themen rund um die Telekommunikation finden Sie in unserer Datenbank. Auf unserer Pinnwann Telefonieren Historisch auf Pinterest haben wir außerdem die schönsten Aufnahmen für Sie gesammelt.

In unserer neuen Themenreihe stellen wir Ihnen regelmäßig ausgewählte historische Bilder zu den verschiedensten Technologien vor. Das nächste Mal zeigen wir Ihnen die schönsten Eisenbahnmotive.

Entgleiste Straßenbahn in Heidelberg, 1971

Alle stehen dichtgedrängt um die verunfallte Straßenbahn. Auch die Schaffner anderer Bahnen mit ihren typischen Schaffnertaschen Straßenbahnen stauen sich am Bismarckplatz. Neugierig bestaunen die Passanten die Arbeiten an der entgleisten Bahn. Aufgrund einer entgleisten Straßenbahn stauen sich die Bahnen bis in die Hauptstraße. Viele Passagiere müssen warten. Die Befestigung der Zugseile an dem Drehgestell einer entgleisten Straßenbahn in Heidelberg wird überprüft, damit die Räder wieder in die Schienen gezogen werden können. Ein Junge und ein Schaffner schauen den Arbeitern zu, wie die Straßenbahn wieder auf die Gleise gebracht wird. Am Bismarkckplatz in Heidelberg stauen sich die Straßenbahnen und die Fahrgäste warten. Während im Hintergrund eine entgleiste Straßenbahn wieder auf die Schienen gezogen wird, schlängelt sich der Verkehr vorne ohne die Anwesenheit von Polizisten vorbei. Ein Werkstattwagen versucht eine entgleiste Straßenbahn in Heidelberg wieder auf die Gleise zu ziehen.

In unserer heutigen Geschichte zu den Bildern erzählt Timeline-Fotograf Schneckes, wie er 1971 die Entgleisung einer Straßenbahn am Heidelberger Bismarckplatz beobachtete.

„Zufälligerweise war ich dort, wie zur Mittagszeit vom 7. März 1971 ein Großraumwagen der OEG, der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft, beim Überfahren einer Weiche entgleiste. Der gesamte Straßenbahnverkehr kam zum Erliegen, da nahezu alle Linien – auch die Bahnen der Linie 1, die damals noch vom Bismarckplatz durch die Hauptstraße bis zum Karlstor fuhren – sich an diesem Knoten im Zentrum kreuzten. Zu den vielen Schaulustigen, die die Arbeit interessiert verfolgten, gesellten sich auch die Schaffner der wartenden Bahnen in ihrer Uniform und den typischen Schaffnertaschen mit den sogenannten Galoppwechslern, die ihnen erlaubten, die Münzen für das Wechselgeld der Fahrscheine schnell und geschickt auszuzahlen. Der Autoverkehr schlängelte sich am Unfallort vorbei, keine Polizei war zu sehen. Etwa eine Stunde später stand die OEG wieder in den Schienen und konnte weiterfahren. Die Arbeiter rückten mit ihrem Werkstattwagen wieder in die Werkstatt ein, die Fahrgäste bestiegen die gestauten Wagons, das Spektakel war vorüber. Nur die Verkehrsmeister der Straßenbahn überlegten noch, wie sie die Bahnen am geschicktesten losschicken sollten, damit diese wieder fahrplanmäßig fuhren.“

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Kleines Mädchen in Zinkbadewanne, 1953

Heute alltägliche Normalität, damals nicht existent: Warmes Wasser aus der Leitung. Um zu baden, musste man erst einmal Wasser mit dem Kohleherd zum Kochen bringen und die Temperatur dann durch Zuschütten regeln. Ein zeitintensives Unterfangen! Wie das in Ihrer Familie vonstatten ging, erzählt uns unsere Fotografin Silke Kruse in der aktuellen Geschichte zum Bild. P.S.: Sie veröffentlichte dieses Foto übrigens schon in ihrem Buch über die 50er Jahre „Und doch war vieles ganz anders“.

Szene in einfacher Wohnungsküche Anfang der 50er-Jahre. 6-jähriges Mädchen sitzt in Zinkbadewanne, daneben seine Mutter. Einfachste Küchenausstattung mit Kohleherd - so wie damals häufig.

Kleines Mädchen in Zinkbadewanne, 1953   © Silke Kruse

„Das Bild hat mein inzwischen verstorbener Vater am 9. Januar 1953 aufgenommen (so genau hat er im Fotoalbum ‚Buch geführt‘). Abgebildet bin ich als 6-jähriges Kind sowie meine inzwischen verstorbene Mutter. Zu den traditionellen Regelmäßigkeiten der Nachkriegszeit gehörte auch im zerstörten Hamburg das ‚Bad am Sonnabend‘. Weil es in vielen Haushalten kein Badezimmer gab, wurde in der ohnehin engen und karg ausgestatteten Küche der Esstisch an die Seite gerückt und an seine Stelle eine Zinkwanne auf zwei kräftige Hocker gestellt. So wie auf unserem Foto aus dem Jahre 1953 sah es damals vielfach in Hamburg aus. Im Mittelpunkt stand der klassische Kohleherd. Wenn das Feuer brannte, hatte man immer warmes Wasser zur Verfügung. Mit einem Feuerhaken konnte man einzelne Eisenringe über der Kochstelle herausnehmen, so dass verschieden große Eisentöpfe direkt über der Flamme standen. Damit konnte dann die Wärme besser genutzt werden. Die Wanne wurde dann mit dem auf dem Kohleherd erhitzten Wasser gefüllt, das man durch das Zuschütten auf die richtige Temperatur brachte. Warmes Wasser aus der Leitung gab es nicht. Klar, dass man deshalb mit dem Wasser sparsam umging. So kam ein Kind nach dem anderen in dasselbe Wasser. Manchmal ging es auch gemeinsam in die Wanne. Das machte Spaß! Geweint wurde dann allerdings beim Haarewaschen, wenn das Seifenwasser durch den vor die Augen erhaltenen Waschlappen drang und brannte. Gewaschen wurde nämlich mit Kernseife. Erst wenn die Kinder dann im Bett waren, war die Mutter dran. Die Kinder durften sie ja nicht nackt sehen. Das war in Hamburg nicht anders als im übrigen Deutschland.“

Auf unserer Website haben wir für Sie ein Fotoalbum mit Bildern aus dem Jahr 1953 zusammengestellt. Außerdem finden Sie auf unserer Pinterest-Pinnwand Best of 50er Jahre die schönsten Motive aus dem Nachkriegsjahrzehnt.

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Geschichte der Technik: Schifffahrt

Kinder spielen am Ufer mit einem Ruderboot Blick vom Oberdeck eines Passagierschiffes auf dem Rhein auf sonnenbadende Gäste und Industrieanlagen. Kreuzfahrtschiff 'Statendam' auf dem Atlantik in Le Havre: Bild zeigt Passagiere und einen Seemann. Ein Dreimastschoner in der dänischen Ostsee. Die Segel des Schiffes sind rot. Eine Frau in einer Barke auf dem Hallstättersee im Salzkammergut. Bootssteg am Chiemsee mit Segelboot und Tretboot. Für Fischerei domestizierte Kormorane auf dem Li Jiang am "Elefantenrüsselberg" Xiangbi Shan in Guiluin. Seidenstuecker - Originalaufnahme im Archiv von ullstein bild Dickschifffähre vor Mariehamn/Alandsinseln. Hafenarbeiter und Frachtschiffe im Hafen von Istanbul. Ein Mann und zwei Frauen stehen auf einem Schiff im dänischen Hirtshals. Eine Gruppe bunter Fischerboote auf dem Meer an der portugiesischen Küste. Ein Mann und eine Frau fahren mit einem Ruderboot in einem Gewässer, vermutlich einem Fluss oder See, in Kuala Lumpurpur. Die Frau hat einen rosafarbenen Sonnenschirm aufgespannt. Im Hintergrund ist eine Schule weißer Enten zu sehen. Ein Fischer in seinem Boot auf dem Wasser in Malaysia. Er holt das Netz ein.

Über Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende, nutzte die Menschheit grob zusammengeschlagene Holzbretter als fahrbaren Untersatz für jegliche Gewässer. Die Industrialisierung ab dem 18. Jahrhundert machte natürlich auch vor der Schifffahrt keinen Halt und ließ die Ozeandampfer, Containerschiffe und Kreuzfahrtriesen im Lauf der Zeit immer effizienter werden – zu Lasten der Umwelt. Die Geschichte der Technik lässt uns jedoch hoffen, dass mit den fortschreitenden Technologien auch alternative Kraftstoffe gefunden werden, die das Schifffahren in Zukunft umweltverträglicher machen.

Auf den Motiven, die wir Ihnen heute zeigen, sehen Sie Ruderboote, Segelboote, Kanus, Kreuzfahrtschiffe oder Motorboote. Weitere Aufnahmen von Schiffen und Booten aller Art finden Sie außerdem in unserer Datenbank oder auf unserer Pinterest-Pinnwand Segeln Historisch.

In unserer neuen Themenreihe stellen wir Ihnen regelmäßig ausgewählte historische Bilder zu den verschiedensten Technologien vor. Das nächste Mal zeigen wir Ihnen die schönsten Fernsprecher-Motive.