Thingfestival in Heidelberg, 1970

Passend zum 50. Jahrestag des legendären Woodstock-Festivals erzählt uns Timeline-Fotograf Schneckes von woodstock-ähnlichen Zusammenkünften auf dem Heiligenberg in Heidelberg, der sogenannten Thingstätte. Dort fand 1970 ein kommunistisch geprägtes Festival statt, auf dem Bands wie ‚Guru Guru‘ mit Mani Neumeier auftraten. Wie er das Fest erlebte, erzählt er in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Vier Besucher beobachten hinter der Bühne Musiker und Publikum auf dem Thing-Festival in Heidelberg.

Thingfestival in Heidelberg, 1970   © Schneckes

„Im August 1970 pilgerten wir mit vielen anderen von Heidelberg aus hoch auf den Heiligenberg zur Thingstätte. Dies ist eine vom Reichsarbeitsdienst der Nazis 1935 gebaute Feierstätte, die einem antiken griechischen Theater nachempfundenen ist. An diesem Tag fand dort das „Open Air Festival in Heidelberg“ statt. Veranstalteter war die „Cannapol Kommune“ aus Karlsruhe, deren Name sich aus Cannabis und Politik zusammensetzt. Für fünf Mark Eintritt hatte die Canapol Kommune ‚die Idee, ein Open Air-Fest zu machen, das nicht von kapitalistischen Machern organisiert wird‘. Für uns Heidelberger Schüler war dies natürlich ein Anreiz. Nicht allein der Musik wegen, kannten wir doch seit den 68ern die Aktivitäten der politischen Studentenbewegung an der Universität und auch die Gegenkultur, die in der Altstadt zuhause war. Es gab Berührungspunkte und wir diskutierten und feierten manche Nacht gemeinsam mit Studenten und Kommunarden. In diesem Geist der Gegenkultur war die Veranstaltung organisiert. Sowohl in dem Halbrund der Zuschauertribüne als auch auf der Bühne konnte sich jeder frei bewegen. Überall saßen Gruppen, tranken, rauchten und lauschten der Musik. Auch das Wetter spielte anfangs mit. Von den angekündigten Bands kamen zwar nur drei, die hatten es aber in sich! Bei der ersten Band (ich erinnere mich nicht mehr an den Namen, es könnte Nosferatu gewesen sein) überzeugte vor allem der Querflötenspieler. Bei „The Wedge“ trommelte sich der Schlagzeuger in Ekstase, die Menge tobte…Den Schlussact bildete die lokale Krautrock-Gruppe ‚Guru Guru‘ mit Mani Neumeier, Uli Trepte und Ax Genrich. Es hatte inzwischen zu tröpfeln angefangen und die kleine Bühne wurde durch Plastikplanen geschützt. In der Mitte das Schlagzeug mit einem riesigen Gong. Daneben die zwei Gitarristen. Sie konnten sich kaum bewegen, so nah waren die Fans bei den Musikern. Ein fast familiäres Zusammensein. Riesige, selbstgedrehte Joints machte die Runde, verstärkten die mystische Musik der Gruppe. Wie in einer Höhle waberten die Klänge und der Rauch auf der Bühne hin und her, verflüchtigten sich dann auf den Rängen des Theaters. Es war nicht Woodstock oder die Insel Fehmarn – aber für uns war es ein Erlebnis, ein Stück Freiheit, das prägte.“

Alle Bilder aus der Reihe finden Sie in unserem Fotoalbum Thingfestival in Heidelberg, 1970. Und auf Pinterest haben wir passend zum Thema die Pinnwand Jugendliche, 60er Jahre zusammengestellt.

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Geschichte der Technik: Automatisierung

Ein Kunde zieht an einem Automaten vor einem Tabakladen Zigaretten. Ein in Leipzig aufgestellter Automat, mit dem man Adressen nachschlagen konnte. Eine der ersten Spielautomatenhallen, in der mit einem Einsatz von 10 Pfennig Glücksspielautomaten betrieben werden konnten. Obwohl Jugendlichen unter 16 Jahren der Eintritt streng verboten ist, wie aus dem aufgehängten Plakat hervorging, kümmert sich hier keiner der hier spielenden Jugendlichen um das Verbot. Briefkästen der Reichspost mit einem Automaten für den Verkauf von Briefmarken. Rechts ist zu sehen, wie ein Kunde den Automaten bedient, links einen Postboten beim Leeren des Briefkastens. Im Postamt Charlottenburg I. wurde im Schalterraum ein Schreibmaschinen- und Papier-Automat, der gegen Einwurf von 10 Pfenning Papier liefert und die Schreibmaschine für kurze Zeit zum Schreiben frei macht, aufgestellt. Im Hintergrund Kunden an einem Schreibpult. Eine Frau bedient einen Geldwechselautomaten, der ein 10-Reichspfennig-Stück in fünf 2-Reichspfennig-Stücke wechselt. Kundinnen und Kunden stehen vor einem Automaten in der Liverpoolstreet, an dem frisches Obst in Papiertüten ziehen kann. Auf der Reichsgastwirtmesse am Kaiserdamm wird ein neuartiger Automat zum Schuhputzen vorgestellt. In Banken und Sparkassen soll ein Automat aufgestellt werden, der die umständlichen Zahlungsformalitäten vereinfacht. Gegen Einwurf eines Zehnpfennigstücks dispensiert der Automat ein Kuvert und eine Metallmarke. Das Kuvert ist zur Aufnahme des einzuzahlenden Geldes bestimmt und mit einer Kontrollnummer versehen. Diese Kontrollnummer befindet sich auch auf dem Abschnitt des Kuverts, den der Kunde zurückbehält. Nach Einlage des Geldkuverts wird die Metallmarke in den zweiten Schlitz geworfen. Daraufhin öffnet sich die Einwurfstelle für das Kuvert automatisch und das Kuvert fällt in einen Panzertresor. Dieser Tresor wird täglich durch zwei Angestellte des Sparinstituts geleert, die die Beträge zur Gutschrift abholen. Der Kontrollabschnitt dient als Legitimation für den Einzahler bei nachträglicher Eintragung ins Sparbuch. Eine Frau zieht sich an einem Berliner Bahnhof eine Zeitung aus einem Zeitungsautomaten.

Heutzutage kommt man am Thema „Automatisierung“ nicht vorbei: Unser kompletter Alltag läuft immer automatisierter ab, oftmals auch ohne, dass wir es überhaupt realisieren.

Ob Glücksspiel-, Obst-, Briefmarken- oder Schuhputzautomat: in unserem heutigen Beitrag zeigen wir Ihnen eine Auswahl unserer schönsten Motive von historischen Automaten. Weitere Bilder zum Thema „Automat“ finden Sie in unserer Datenbank.

In unserer neuen Themenreihe stellen wir Ihnen regelmäßig unsere schönsten historischen Bilder zu den verschiedensten Technologien vor. Das nächste Mal präsentieren wir Ihnen die schönsten historischen Flugzeugmotive.

Arbeiter im Mercedes-Benz-Werk Mannheim, 1977

Viele Schülerinnen und Schüler sowie Studierende nutzen den Sommer, um sich ein wenig Geld dazuzuverdienen. Genau das tat auch unser Timeline-Fotograf Schneckes im Sommer 1977 als Werkstudent bei Mercedes-Benz in Mannheim. Wie er als „Student“ seine Zeit bei den „echten Benzern“ erlebte, erzählt er uns in unserer aktuellen Geschichte zum Bild.

Ein Arbeiter im Mercedes-Benz Werk in Mannheim steht neben einem Motorblock. Er hat diesen soeben von Produktionsfehlern gereinigt.

Arbeiter im Mercedes-Benz Werk Mannheim, 1977   © Schneckes

„Um meine Fotoausrüstung und Reisen zu finanzieren, war ich in den Semesterferien immer auf der Suche nach lukrativen Jobs. So kam ich im August 1977 zu Mercedes-Benz ins Werk Mannheim. Das war ein Glücksfall, denn die Bezahlung in der Gießerei war für einen Studenten einfach sensationell gut. Aber die Arbeit, im wöchentlichen Zwei-Schichten-Wechsel, war hart und schweißtreibend. Ich arbeitete im sogenannten Gussputz. Dort wurden die gegossenen Rohlinge der Unimog Motoren bearbeitet. Mit der Flex musste man Grate abschleifen, mit Hammer und Meißel bei Gussfehlern die Öffnungen wieder frei schlagen. Und das alles im Akkord! In ca. 20 Minuten sollte ein Block gesäubert und mit einem eigenen Stempel versehen sein. Alles war genau getaktet. Die Stimmung unter und mit den ‚echten Benzern‘ – wie sie sich selbst nannten – war gut. Nicht nur, weil täglich ein Arbeiter mit einem Handkarren kam und Getränke verkaufte. Stolz waren die Arbeiter damals, dass sie in der Gießerei Bier kaufen konnten – und durften! Nach heutigen Arbeitsrechtsbestimmungen absolut undenkbar! Dass der ‚Student‘ nur Obstsäfte trank, wurde aber selbstverständlich akzeptiert. Bei der Arbeit wurde auch immer wieder gefrotzelt und gelacht. Besonders, wenn der Anfänger wie wild das gusseiserne Ungetüm mit Hammer und Meißel traktierte. Die Hilfsbereitschaft der Arbeiter zeigte sich immer dann, wenn wieder einer rief: ‚Hey, Student, mach auf den Block da dein Stempel!‘ Gott sei Dank, der Akkord wurde erreicht, die Urlaubsreise war gesichert.“

Alle Bilder aus der Reihe finden Sie in unserem Fotoalbum Mercedes-Benz-Werk in Mannheim, 1977. Und auf Pinterest präsentieren wir Ihnen passend zum Sommerurlaub unsere schönsten Motive zum Thema Roadtrips, 20er und 30er.

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Geschichte der Technik: Autos

Gepäck steht vor einem Auto (Opel Rekord)  mit offenem Kofferraum vor einem Hotel in Lovran. Unter dem Gepäck sind auch Rotweinflaschen. Eine Familie macht Halt auf einer Tankstelle und steht vor dem geöffneten Kofferraum ihres Autos. Junge Frau aus Auto ausgestiegen die das Panorama um Cortina d' Ampezzo fotografiert Anfang der 50er Jahre - kaum jemand hatte ein eigenes Auto. Aber die Sehnsucht, einen Ausflug ins nahegelegene Österreich zu Bergtouren zu unternehmen, war natürlich groß. Die Sektion Lechrain des Alpenvereines organisierte in einem rundlichen Kässbohrer-Bus Wochenendfahrten für die Wanderer und Kletterer, für Groß und Klein, unvergesslich! Uns Kindern wurde vom Busfahren grundsätzlich schlecht, auch das unvergesslich. Zwei Fraueinköpfe recken sich aus dem Auto zum Blick auf den Sellastock Ein Familienvater posiert mit seinen Kindern vor der Burg Trausnitz in Landshut. Links im Bild eine Borgward Isabella. Aufnahme von 1956. Eine Junge Frau steht bei einem roten Borgward Isabella. Das Auto ist mit roten und orangenen Blumen geschmückt. Staatsgäste vor der Prager Burg in einer Tschaika-Limousine. Autos an der Quai de la Mégisserie in Paris. Klingentorturm, VW Käfer Menschen sitzen in einem weißen Opel vor einem hölzernen Haus mit Blumen vor den Fenstern.

Eisenbahn, Computer, Telefon – in kaum einem anderen Bereich ist der Wandel der Zeit so deutlich sichtbar wie in der Technologie. In unserer neuen Themenreihe „Geschichte der Technik“ zeigen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen Aufnahmen von historischen Verkehrs- und Kommunikationsmitteln, den ersten Automaten, Radios und Fernsehgeräten.

In unserem ersten Beitrag dreht sich alles um die Welt der Automobile: Borgwards, Fords, Renaults oder VWs – in unserer Slideshow können Sie die schönsten historischen Modelle begutachten. Weitere Bilder von Automobilen aus den 50er und 60er Jahren finden Sie in unserer Datenbank.

In unserer neuen Themenreihe stellen wir Ihnen regelmäßig unsere schönsten historischen Bilder zu den verschiedensten Technologien vor. Das nächste Mal ist die Informationstechnologie mit Automaten und Computer an der Reihe.

Unterwegs in München: Plätze und Parks

Die Rückansicht der Bavaria, die weltliche Patronin Bayerns. Vor ihr befindet sich die Theresienwiese, auf der das Oktoberfest, erkennbar das Löwenbräubierzelt, stattfindet. Die Fahnen mit dem Hakenkreuz weisen daraufhin, dass die Aufnahme aus dem Nazionalsozialismus stammt. Im Hintergrund ist die Siluette der Stadt München erkennbar (undatierte Aufnahme). Eine Mutter steht mit ihrem Kind und Kinderwagen an einem Gewässer im Schlosspark Nymphenburg. Im Hintergrund ist ein Teil der Schlossanlage zu sehen. Ein Mädchen mit Pusteblume in der Hand steht im Englischen Garten in München. Blick vom Monopteros auf die Frauenkirche und Theatinerkirche. Ein Mann sieht sich Kirschen auf dem Viktualienmarkt in München an. Eine Mutter, ihre Tochter im Kinderwagen und eine Freundin beobachten Gänse im Schlosspark Nymphenburg in München. Ein junges Mädchen mit Kopftuch beim Anstoßen im Biergarten des Waldgasthofes Buchenhain südlich von München. Im Spätsommer sitzen Menschen auf Gartenstühlen vor den Arkadengängen im Hofgarten in München. Baustelle mit Arbeitern. Das Olympiastadion und der Olympiapark in München während der Sommerspiele 1972. Kinder spielen am Seerosenteich des Botanischen Gartens. Blick vom Nymphenburger Schloss in den Park. Der Liesl-Karlstadt-Brunnen auf dem Viktualienmarkt vor dem Maibaum. Verschiedene Gemüsesorten an einem Verkaufsstand auf dem Münchner Viktualienmarkt. An einem Föhntag beim Café Anast im Hofgarten. Wintersport auf den zugefrorenen Kanälen. Eisstockschützen auf dem zugefrorenen Kanal  mit dem Nymphenburger Schloss im Hintergrund. Die drei musizierenden Kinder auf der Nordseite des Haupttores. Sommer im Biergarten am Nockherberg Menschen im Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten Blick vom Monopteros in den Englischen Garten mit den Türmen der Stadt im Hintergrund Schloß Nymphenburg von der Parkseite

Die Biergärten im Englischen Garten, der Viktualienmarkt in der Altstadt oder die Bavaria auf der Theresienwiese München strotzt nur so vor urigen Plätzen und historischen Monumenten. Im letzten Beitrag unserer Fotoalbenreihe geht’s noch einmal quer durch München, in Cafés und Biergärten, in Gärten und Parks, zu Denkmälern und Märkten.

Cafés und Biergärten in München

Gärten und Parks in München

Denkmäler in München

Münchner Viktualienmarkt

Bau des Münchner Olympiaparks, 1971-1972

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer Serie “Unterwegs in München” haben wir Sie mitgenommen auf einen Streifzug zu den schönsten Plätzen, durch die angesagtesten Stadtteile und zu den geschichtsträchtigsten Gebäuden des bayerischen Millionendorfs. Bleiben Sie gespannt, welche Kollektionen wir Ihnen demnächst präsentieren werden.

Fundstücke: 30 Jahre Mauerfall

Menschen warten am 12. November 1989 darauf, die Grenze am Potsdamer Platz nach der Öffnung für den Autoverkehr zu überqueren. Menschen besteigen die mit Graffiti bemalten Mauer in Berlin während der Grenzöffnung. Männer feiern den Fall der Mauer am Übergang Invalidenstraße. Eine Menschenmenge steht vor einem mit Graffiti bemalten Mauerstück beobachtet die Öffnung der Grenze für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989. Menschen beobachten die Öffnung der Grenze für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989. Soldaten öffnen die Mauer für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989. Eine Menschenmenge steht versammelt an der geöffneten Mauer am Potsdamer Platz. Eine Gruppe von jungen NVA Soldaten steht auf einem Platz in Berlin und schaut in unterschiedliche Richtungen. Einer von ihnen trägt eine Videokamera.

In diesem Jahr jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. In unserer Fotocommunity zeigen wir Ihnen Bilder, die das wohl wichtigste Ereignis der neueren deutschen Geschichte aus einem persönlichen Blickwinkel festhalten – Menschen, die sich Richtung Grenzübergang quetschen, ostdeutsche Bekannte, die auf einmal vor der Tür stehen oder NVA-Soldaten, die ein wenig ratlos wirken.

In unserem Webshop finden Sie alle Bilder zum Thema Mauerfall und Wiedervereinigung. In unserem Fotoalbum DDR – Mauerfall haben wir außerdem die beeindruckendsten Bilder unserer Fotografen für Sie zusammengestellt. Und in unserem Fotografenportrait Unsere Fotografen: Winter präsentieren wir Ihnen ein Communitymitglied, der den Einheitsprozess von Ost und West vor allem anhand des Zusammenwachsens des öffentlichen Verkehrsnetzes äußerst eindrücklich dokumentiert (hat).

In dem Süddeutsche Zeitung Photo Special Mauerfall und Wiedervereinigung finden Sie außerdem außergewöhnliche Aufnahmen der Fotografen Regina Schmeken, José Giribás, Ulrich Baumgarten, Rolf Zöllner und weiteren Bildjournalisten zu RM-Konditionen.

 

Tuk-Tuk Fahrer, 1975

Heute Abend zelebrieren viele Muslime das Ende des Ramadan mit dem Fest des Fastenbrechens, dem Eid al-Fitr. Auch unser Timeline-Fotograf Schneckes konnte vor 44 Jahren mit seiner pakistanischen Gastfamilie das Zuckerfest feiern. Davor musste er sich jedoch noch herausputzen – unter anderem auch, um sich als traditioneller Tuk-Tuk Fahrer ablichten zu lassen.

In landestypischer Kleidung spiele ich den Taxifahrer.

Tuk-Tuk Fahrer, 1975   © Schneckes

„An diesem Tag ist alles anders. Alle sind in festlicher Kleidung auf der Straße. Kinder schauen aufgeregt und gespannt in den Himmel: Ist die Sichel des Neumonds zu sehen? Kann das Zuckerfest, das Eid al-Fitr beginnen? Dann das freudige Rufen: ‚Da ist sie, ich sehe die Sichel!‘ Längst haben fliegende Händler ihre Verkaufsstände nahe der Moschee aufgebaut, wo sich die Gläubigen zu Gebet versammeln. Alles ist herausgeputzt. Auch ich werde in einen Salwar Kamiz, das traditionelle Hemd-Hosen Gewand, gesteckt. Und natürlich muss ich noch zum Barbier, um mir den Bart stutzen zu lassen. Ein Spektakel, das sich herumspricht und von einer großen Schar neugierig und lachend begleitet wird. Hoffentlich wird mir nicht die ganze Pracht weggeschnitten, wie viele Umstehende es spaßhaft fordern. Frisch herausgeputzt wird ein Erinnerungsfoto geschossen: Ich als Tuk-Tuk Fahrer fordere meinen Lohn für die Fahrt. Dann geht es zu meiner Gastfamilie, bei der nun ausgiebig und freudig das Zuckerfest gefeiert wird.“

Weitere Bilder aus Pakistan finden Sie in unserem Fotoalbum Pakistan, 70er Jahre. Und auf unserer Pinterest-Pinnwand Durstlöscher können Sie bei diesen heißen Temperaturen zumindest visuell Ihren Durst stillen.

Alle unsere Bilder mit einer Geschichte finden Sie unserem Album. Haben auch Sie Geschichten zu Ihren Bildern auf Timeline Images? Zögern Sie nicht, diese in der Community von Timeline Images zu teilen! Loggen Sie sich dazu einfach im Bereich Bilder hochladen ein und rufen Sie unter „Meine Bilder“ eines Ihrer Bilder auf. Mit der Funktion „Dieses Bild kommentieren“ unten rechts können Sie Ihre Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zum Bild hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre persönliche Geschichte! Ihr Team von Timeline Images

Unsere Fotografen: Winter

Das Bild zeigt die Einfahrt eines S-Bahnzuges in den Lehrter Stadtbahnhof. - dem westberliner Grenzbahnhof - Im Hintergrund ist die Charite´zu sehen. Der Zug kam von Friedrichstraße, dem östlichen Grenzbahnhof mit Übergang nach Ostberlin. Den Bahnhof gibt es in der form nicht mehr. Er wurde - frisch renoviert - nach der Wende für den Bau des neuen Hauptbahnhofs abgerissen. Ein Zug geführt von einer Schnellzugdampflokomotive der Baureihe (BR) 01 1518-8 fährt vorbei an einem verschneiten Haus am Bahnübergang bei Triptis. Nachtaufnahmen von betriebenen Dampfloks sind heute 2015 schon etwas besonderes aber damals noch gut möglich Schloss Neuschwanstein Der Walchensee ist der obere See zum Walchenseepumpspeicherkraftwerk und ein beliebtes Touristenziel. Berlin Straßenschild nach historischen Vorlagen. Die Doppeldecker sind wie auch die roten für London typisch für Berlin. Gepflasterten Bürgersteige findet man noch viele in Berlin Blick auf den Preussischen Landtag, dem heutigen (2018) Abgeordnetenhaus Berlin. Das Gebäude grenzt auf Ost-Berliner Seite direkt an die Mauer. Die Aufnahme wurde von West-Berlin aus gemacht Berlin Schlossstrasse Advent 1983 ÖPNV, BVG.Ein ganzes Stadtviertel hat sich bis heute gewandelt. Wer kennt 2018 noch die Geschäfte, die es damals in der Schlossstrasse Ecke Rheinstrasse, Bornstrasse, Bundesallee gab, Vieles wurde nur umgebaut, Anderes abgerissen und neu gebaut, Hertie, Titania Palast, Radio Rading, Wertheim, Leineweber u.v.a. nach nur wenige Monate dauernde Verhandlungen Ende 1983 übernimmt die West Berliner BVG die S-Bahn von der DR in der Nacht vom 8.1.84 zum 9.1.84 zunächst werden nur 2 Rumpfstrecken des Netzes befahren. Hier ein par Impressionen im Umfeld dieser historischen Nacht und den folgenden Tagen. Zunächst zusätzlich zum Farbbild (schon bei Timeline) nun auch Schwarz-Weiß-Bilder des letzten DR-Zuges aus Wannsee nach Charlottenburg Bilder eines Harzurlaubes Der Standort ist entlang der Wetzlarer Bahn zwischen Grunewald und Nikolasssee. Eine BVG-S-Bahn kommt gerade entgegen - Typ Stadtbahn. Das Wichtigste steht schon in den Schlagworten. 2015 sieht die Gegend nun ganz anders da. Daher ist es sinnvoll sich auch noch das Haus hinter der Gedächtniskirche anzusehen. Es enthielt - hier leider nicht mehr zu sehen - den Durchlass zur Kantstrasse. Es ist inzwischen abgerissen Worden und machte Hochhäusern Platz In einem Kraftakt hat die BVG im Winter 84-85 die Wannseebahn wieder für den Fahrgastverkehr hergerichtet Fahrzeugmangel zwingt die BVG sogenannte Passviertel einzusetzen. Bezeichnend für die Eile sind auch die provisorischen Zugzielschilder Neptunbrunnen und Berliner Dom auf der Spreeinsel. Blick über eine Straße auf den Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie in West-Berlin. 1988 ist das Jahr des Jubiläums 150 Jahre Eisenbahn in Preussen. Die DR und viele Eisenbahnvereine in Westberlin haben vieles auf die Gleise gesetzt um ihre Pretiosen den Westberlinern zu zeigen. Eine Menschenmenge steht vor einem mit Graffiti bemalten Mauerstück beobachtet die Öffnung der Grenze für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989. Menschen beobachten die Öffnung der Grenze für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989. Soldaten öffnen die Mauer für den Autoverkehr am Potsdamer Platz am 12. November 1989. Menschen stehen vor und auf der Mauer am Brandenburger Tor nach der Wende vom 9. November 1989. Menschenmenge auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor am ersten Weihnachten nach dem Mauerfall.

Seinen ersten Fotoapparat, eine kleine Altissa Box, bekam unser Timeline-Fotograf Winter Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre. Während seiner Schulzeit in Göttingen und München lernte er dann, in den Dunkelkammern mit Fotochemikalien umzugehen, während er Ende der 60er Jahre, kurz vor dem Abitur, zu Weihnachten den ersten Apparat mit Nachführbelichtungsmesser – eine Dacora super Dignette – geschenkt bekam. Sein lang gehegter Wunsch nach einer eigenen Dunkelkammer ging bereits während seines Medizinstudiums in Berlin in Erfüllung und Ende der 70er Jahre hatte er endlich das Geld zusammen, um sich einen Traum zu erfüllen – eine Messsucherkamera.

Wie man bereits erahnen kann, beschäftigt sich Thomas Winter – so sein bürgerlicher Name – bereits seit seiner Kindheit mit der Fotografie: Es war und ist ein Hobby, das ihn seitdem nicht mehr losgelassen hat. Seine Themen sind übrigens bis heute, neben der üblichen Familienfotografie, Städte, Architektur, Landschaften, das Zusammenwachsen der BDR und DDR und vor allem: Eisenbahnen. In seiner Jugend machte Winter mit einem Freund von Westberlin aus häufig sogenannte „Dampflokjagden“ in die DDR, was seine Stasiakte später auch minutiös wiedergab: „…reist mit viel Fototechnik ein, in die Kreise Saalfeld, …“. Weiterlesen…

Unterwegs in München: Gebäude

Die Neuhauser Straße in München, links das Karlstor. Rechts vor dem Karlstor das Hotel 'Deutscher Hof', in der Mitte das Kaufhaus Oberpollinger. Die Buchhandlung Heinrich Hugendubel am Salvatorplatz 2 in München. Die Aufnahme stammt aus den 1920er Jahren. Blick in die Sendlinger Straße in München, Gebäude der Münchner Neuesten Nachrichten. Im Hintergrund der Turm des Neuen Rathauses am Marienplatz. Laden und Ausschank Landsbergerstr. 59 Blick aus der Brienner Straße auf einen der Ehrentempel auf dem Königsplatz. Blick in einen der Ehrentempel auf dem Königsplatz, im Hintergrund die Glyptothek. Die Fassade der Weingroßhandlung und Likörfabrik Hans Kroher in München. St. Jakob am Anger (abgerissen), München: Kirchen, Deutschland, Bayern Michaelskirche, München: Kirchen, Deutschland, Bayern Eine Baustelle in der Münchner Theatinerstraße. Autos und Fahrradfahrer auf der Sonnenstraße in München. Baustelle des Neckermann Kaufhauses an der Neuhauser Straße in München. Der Karlsplatz während des Umbaus. Blick auf den Rindermarkt und die Sendlinger Straße in München. Der BMW-Vierzylinder vom Olympiapark. Auf dem Marienplatz genießen Menschen an einem Sonntag den Sommer.. Der Springbrunnen am Stachus. Kinder spielen am Nadisee im Olympiadorf. Eisstockschützen auf dem zugefrorenen Kanal  mit dem Nymphenburger Schloss im Hintergrund. Ein Cabrio fährt auf der Straße vor dem Einkaufszentrum Schwabylon in Münchener Stadtteil Schwabing.

München verändert sich ständig – und mit ihr die Gebäude und Bauwerke, die das Stadtbild prägen. Der Stachus mit seinem legendären Kaufhaus Oberpollinger, die ersten Hugendubel-Buchhandlungen in den 20er Jahren, die Geschäfte auf der Sonnenstraße oder der Rindermarkt in der Altstadt: Diese und weitere historische Stadtansichten, von abgerissenen Kirchen und zerstörten „Tempeln“, zeigen wir Ihnen in folgenden, für Sie zusammengestellen Fotoalben.

Kirchen in München

NS-Architektur in München

Geschäfte in München historisch

Bauen in München, 70er Jahre

Feierabendbier an der Isar, Kunst in den Pinakotheken, Bummeln auf der Auer Dult oder Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt – in „Minga“ sind den Aktivitäten keine Grenzen gesetzt. In unserer neuen Serie “Unterwegs in München” zeigen wir Ihnen die schönsten Plätze, die angesagtesten Stadtteile, die geschichtsträchtigsten Gebäude und die urigsten Persönlichkeiten des bayerischen Millionendorfs. In unserem nächsten Beitrag dreht sich alles um Münchner Plätze und Parks.